Wenn alles zusammenkommt

Wenn Nachweise, Wanderung und Ernte gleichzeitig fällig sind

Die Woche beginnt mit der Durchsicht, eine Varroabehandlung steht an, die Wanderung will vorbereitet werden und die ersten Honiggläser brauchen Etiketten. Imkerheft führt diese Arbeiten in Karteikarten je Volk zusammen, damit aus Beobachtungen belastbare Nachweise werden.

  • Für mehrere Stände
  • Für Honigverkauf
  • Für Wanderimkereien
  • Pilotphase gestartet
Imker dokumentiert eine Durchsicht an einer geöffneten Bienenbeute

Der Alltag am Stand

Der Zettelstapel wächst mit jeder Aufgabe

Eine Notiz in der Beutenkiste hilft während der Durchsicht. Sobald Behandlung, Wanderung, Honigernte und Verkauf zusammentreffen, fehlen oft Verbindungen zwischen Volk, Stand, Charge und Nachweis.

Heute oft

  • Durchsichten ohne Verlauf
    Gewichte, Brutbild und Auffälligkeiten stehen auf einzelnen Zetteln oder in verschiedenen Heften. Beim nächsten Termin ist nicht sofort erkennbar, was am Volk zuvor entschieden wurde.
  • Behandlung ohne Belegkette
    Eine Varroabehandlung muss als Anwendung eines Tierarzneimittels dokumentiert werden. Fehlen Mittel, Menge, Datum oder behandeltes Volk, ist der Nachweis später unvollständig.
  • Wanderung unter Druck
    Vor dem Verstellen der Völker müssen Bescheinigung, Zielstand und Gesundheitslage geprüft werden. Im laufenden Betrieb geraten Unterlagen leicht zwischen Schleuderraum, Auto und Beuten.
  • Etiketten ohne Charge
    Beim Abfüllen müssen Honigglas, Los und Herkunft zusammenpassen. Eine handschriftliche Losnummer hilft nur, wenn sich die Charge bis zu Ernte und Stand zurückverfolgen lässt.

Mit Imkerheft

  • Verlauf eines Volks an einem Ort
  • Behandlung mit vollständigen Angaben
  • Wanderung mit zugeordneten Unterlagen
  • Charge als Grundlage fürs Etikett

Eine Karteikarte je Volk

Vom Standtermin bis zum Honigglas verbunden

Imkerheft beginnt dort, wo die Arbeit passiert: beim Volk am Stand. Einträge werden dem Volk, dem Stand und bei Bedarf einer Honigcharge zugeordnet, damit sie später auffindbar und auswertbar bleiben.

Schritt 1

Völker und Stände anlegen

Sie erfassen Ihre Stände und führen jedes Volk mit einer eigenen Karteikarte. Wechsel, Vereinigung oder Verlust bleiben als Teil des Verlaufs dokumentiert.

Schritt 2

Arbeiten am Volk eintragen

Durchsichten, Fütterungen, Behandlungen und Wanderungen werden als Ereignisse festgehalten. Wiederkehrende Angaben sollen nicht bei jedem Eintrag neu zusammengesucht werden müssen.

Schritt 3

Nachweise und Kennzeichnung vorbereiten

Aus den zugeordneten Daten entstehen übersichtliche Unterlagen für die eigene Ablage. Honigchargen liefern die Grundlage für Losangaben und die Vorbereitung von Etiketten.

Für die Arbeit zwischen Stand und Schleuderraum

Funktionen, die zum Imkerjahr passen

Imkerheft hält die Einträge klein genug für den Termin am Bienenstand und geordnet genug für die Unterlagen danach.

F 01

Volkskarteikarte

Jedes Volk erhält einen fortlaufenden Verlauf mit seinen Durchsichten, Maßnahmen und Besonderheiten.

F 02

Standverwaltung

Ordnen Sie Völker ihren festen oder saisonalen Ständen zu und behalten Sie die Verteilung im Blick.

F 03

Durchsichtsnotizen

Halten Sie Brutbild, Stärke, Königinnenstatus, Futter und eigene Beobachtungen direkt beim Volk fest.

F 04

Behandlungsnachweis

Dokumentieren Sie Tierarzneimittel mit Datum, behandeltem Volk und den für den Nachweis nötigen Angaben.

F 05

Terminübersicht

Planen Sie Durchsichten, Fütterungen und anstehende Arbeiten für Ihre Stände.

F 06

Wanderakte

Hinterlegen Sie Zielstand, Zeitraum und Unterlagen zu einer Wanderung bei den beteiligten Völkern.

F 07

Honigchargen

Verknüpfen Sie Ernte, Stand und Abfüllung zu einer Charge für Ihre eigene Rückverfolgung.

F 08

Etikettvorbereitung

Bereiten Sie Angaben wie Verkehrsbezeichnung, Herkunft, Los und Mindesthaltbarkeit aus der Charge vor.

Was im Alltag anders wird

Weniger Suchen, klarere Entscheidungen am Volk

Imkerheft ersetzt die Erfahrung am Bienenstand nicht. Es sorgt dafür, dass Beobachtungen und Entscheidungen beim nächsten Öffnen der Beute wieder verfügbar sind.

Den Verlauf sehen

Vor der Durchsicht ist nachvollziehbar, was beim letzten Termin auffällig war. Das erleichtert Entscheidungen zu Futter, Brutraum und weiterer Kontrolle.

Nachweise bereithalten

Behandlungen bleiben nicht auf losen Zetteln zurück. Sie können die dokumentierten Einträge für Ihre Ablage geordnet zusammenstellen.

Stände sicherer bewegen

Für Wanderungen liegen beteiligte Völker, Termine und Unterlagen in einem Zusammenhang. Das reduziert die Suche vor dem Beladen.

Chargen nachvollziehen

Die Verbindung von Ernte und Abfüllung bleibt bei der Charge erhalten. Das schafft eine belastbarere Grundlage für Kennzeichnung und Rückfragen.

Pflichten zum Nachschlagen

Die Regeln hinter Stockkarte, Wanderung und Glas

Imkerheft orientiert sich an den Unterlagen, die in der Bienenhaltung und beim Honigverkauf tatsächlich eine Rolle spielen. Die Software ersetzt keine Rechtsberatung und keine amtliche Bescheinigung.

Rechtsquellen geprüftFachbeiträge nennen die einschlägige Vorschrift, damit Sie den Ausgangstext selbst prüfen können.
Keine AmtsbescheinigungImkerheft bereitet Unterlagen vor, stellt aber keine Gesundheitsbescheinigung aus.
Daten je VolkEinträge bleiben dem einzelnen Volk und seinem Stand zugeordnet.
PilotzugangErstanwender gestalten Rückmeldungen und Ablauf in der Pilotphase mit.

Bienenhaltung anzeigen

Wer Bienen halten will, hat dies spätestens bei Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde unter Angabe der Zahl der Bienenvölker und ihres Standortes anzuzeigen. Die örtlich zuständige Behörde ist in der Regel das Veterinäramt.

Grundlage: § 1a Bienenseuchen-Verordnung (BienSeuchV)

Tierarzneimittel dokumentieren

Anwenderinnen und Anwender von Tierarzneimitteln bei lebensmittelliefernden Tieren müssen Aufzeichnungen über die Anwendung führen. Die Aufzeichnungen sind nach dem Tierarzneimittelgesetz aufzubewahren.

Grundlage: § 13 Tierarzneimittelgesetz (TAMG)
Porträtfoto von Julien Jimenez, Autor der Fachbeiträge von Imkerheft
Julien Jimenez

Julien Jimenez ist Herausgeber und Autor der Fachbeiträge von Imkerheft. Mehr zum Autor

Einfach je Imkerei

Ein Preis für die laufende Dokumentation

Imkerheft wird je Imkerei abgerechnet, nicht je Volk und nicht je Stand. Für Imkervereine gibt es einen Sammelpreis ab zehn Mitgliedern.

Früher Zugang

Für einzelne Imkereien, die Imkerheft in der Pilotphase kennenlernen möchten.

0 Euroin der Pilotphase

  • Zugang zur Pilotversion
  • Volkskarteikarten anlegen
  • Stände verwalten
  • Rückmeldung zur Entwicklung geben
Zugang anfragen

Imkerverein

Für Vereine, die ihren Mitgliedern einen gemeinsamen Zugang vermitteln möchten.

29 Europro Mitglied und Jahr

  • Ab zehn Vereinsmitgliedern
  • Zugang je Mitgliedsimkerei
  • Volkskarten und Stände
  • Behandlungsdokumentation
  • Honigchargen verwalten
  • Vereinsanfrage mit Ansprechpartner
Vereinsangebot anfragen

Alle Preise verstehen sich pro Jahr und zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.

Fragen aus der Praxis

Was Imker vor dem Start wissen wollen

Hier finden Sie Antworten zu Einsatz, Nachweisen und der Pilotphase von Imkerheft.

Für welche Imkereien ist Imkerheft gedacht?

Imkerheft richtet sich an ambitionierte Freizeitimker und Nebenerwerbsimker mit etwa 15 bis 200 Völkern. Besonders hilfreich ist es, wenn mehrere Stände, Wanderungen oder Honigchargen koordiniert werden.

Ersetzt Imkerheft die Gesundheitsbescheinigung für eine Wanderung?

Nein. Eine Gesundheitsbescheinigung wird durch die zuständige Behörde beziehungsweise die amtliche Tierärztin oder den amtlichen Tierarzt ausgestellt. Imkerheft kann die Wanderung und die zugehörigen Unterlagen in Ihrer Ablage zuordnen.

Kann ich damit Varroabehandlungen dokumentieren?

Ja, Imkerheft ist dafür vorgesehen, Behandlungen beim betroffenen Volk festzuhalten. Welche Angaben im Einzelfall erforderlich sind, hängt vom angewendeten Tierarzneimittel und den rechtlichen Vorgaben ab.

Erstellt Imkerheft fertige Honigetiketten?

Imkerheft bereitet die Daten einer Honigcharge für die Kennzeichnung vor. Die Verantwortung für die rechtlich richtige Gestaltung und Verwendung des Etiketts bleibt bei der abfüllenden Imkerei.

Was passiert bei einem Sperrbezirk wegen Amerikanischer Faulbrut?

Anordnungen und Einschränkungen kommen von der zuständigen Behörde. Imkerheft ersetzt keine behördliche Anordnung, kann aber helfen, Stände, Völkerbewegungen und eigene Einträge nachvollziehbar zu ordnen.

Kann ich erst eine Vorführung sehen?

Ja. Sie können eine Vorführung anfragen und den vorgesehenen Ablauf mit Ihren eigenen Situationen am Stand vergleichen. Gerade in der Pilotphase ist diese Rückmeldung ausdrücklich erwünscht.

Was kostet Imkerheft nach der Pilotphase?

Der Preis für eine Imkerei beträgt 39 Euro pro Jahr. Imkervereine erhalten ab zehn Mitgliedern einen Sammelpreis von 29 Euro pro Mitglied und Jahr.

Imkerheft Magazin

Hinweise für Stockkarte, Behandlung und Verkauf

Das Magazin erklärt Pflichten und Arbeitsabläufe rund um Bienenhaltung, Wanderung und Honigkennzeichnung in verständlicher Form.

Zum Magazin

Pilotphase

Zeigen Sie uns Ihren Imkereialltag

Sie betreuen mehrere Stände, führen Stockkarten auf Papier oder möchten Behandlungen und Chargen besser verbinden? Fragen Sie eine Vorführung oder einen frühen Zugang zu Imkerheft an.

  • Wir klären zuerst Ihre aktuelle Dokumentation.
  • Sie sehen den Ablauf anhand typischer Imkertermine.
  • Ihre Rückmeldung fließt in die Pilotphase ein.

Anfrage zu Imkerheft

Nennen Sie kurz Ihre Imkerei und das Thema, das Sie ordnen möchten. Eine Anfrage verpflichtet Sie zu keinem Vertrag.

Bitte senden Sie keine Gesundheitszeugnisse, Arzneimittelrezepte oder sonstigen sensiblen Unterlagen über das Formular.

Wir antworten persönlich und verwenden Ihre Angaben nur zur Bearbeitung Ihrer Anfrage. Sie erreichen uns auch direkt unter jimenezjulien42@gmail.com.